Auf welcher Seite stehen Sie, Jane Goodall?

Hochamt in der Britischen Botschaft zu Wien: Ein Interview-Termin mit Jane Goodall, der Pionierin der Verhaltensforschung und Tierrechtsaktivistin stand an. Gleich mehrere Stunden waren für das Gespräch mit der 83-Jährigen Britin anberaunt, das Ergebnis der Zusammenkunft kann seit kurzem im aktuellen Terra Mater-Magazin begutachtet werden. Die Fotos stammen von Philipp Horak. (Der mich gleich auch in die Geheimnisse der beeindruckenden Fuji XT-1 eingeweiht hat.)

War schon die Vorbereitung auf diesen Termin ein gleichermaßen spannendes und erhellendes Erlebnis – wer sich über 60 Jahre lang an einem Thema, der Primaten-Forschung im afrikanischen Dschungel abarbeitet und als Tierrechtsaktivistin zu einer Ikone der Szene aufgestiegen ist und mithin „Mutter Teresa“ des Tierschutzes gerufen wird, hat naturgemäß eine üppige, sich immer wieder verzweigende Biographie aufzuweisen – so war unser Gespräch dann doch wieder einmal der Beweis dafür, dass die wirklich Klugen, die, die die Welt ein Stückchen weiter bringen, ausgesprochen höfliche, achtsame, um nicht zu sagen bescheidene Menschen sind. So auch Jane Goodall.

Ihre Schimpansen-Forschungen, das richtige, gerechte Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Haustier, die Mission des Jane-Goodall-Instituts, waren naturgemäß die zentralen Themen unseres Gesprächs. Es ging aber auch um ihre Gemeinsamkeiten mit Brad Pitt, meine kurzzeitige Verwandlung in einen Baum und die Frage, auf welcher Seite sie bei den „Planet der Affen“-Filme steht. Mensch oder Schimpanse? Auch diese Frage wird in der aktuellen Ausgabe des Terra-Mater-Magazins beantwortet – und das ziemlich intelligent, wie ich meine.

Ein Herz für Väter

Es muss ein wenig wie bei „Mad Men“ gewesen sein, damals, im Jahr 1956. Nur dass Helmut Herz, Werbeleiter beim Wiener Hemdenhersteller Gloriette, in jenen Tagen eher nicht den Lifestyle von Don Draper pflegte. Aufgedoppelte Schuhsohlen, ein winziges Büro und eine in einem Aktenordner mit dem Buchstaben „K“ versteckte Kognakflasche waren die sehr bescheidenen Insignien eines Mitt-Zwanzigers – der es aber in Sachen Ideen, Kreativität ordentlich krachen ließ.

Fazit nach sechs Stunden in der kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung des 92-Jährigen: In der New Yorker Madison Avenue hätten sie einen wie Herz gut brauchen können.

1952 etwa gebar er eine Werbeidee, für die man heutzutage kurzerhand in Grund und Boden geklagt würde: Herz ließ aus einem Flugzeug dutzende Gloriette-Hemden über dem Prater-Stadion abwerfen – und zwar während der Halbzeitpause des Fußball-Länderspiels Österreich gegen England.

Zuvor jedoch führte der Reklamer gezielt Flugversuche mit den verpackten Oberteilen durch. Ergebnis der ersten Abwürfe vom Dach der Fabrik in Rudolfsheim-Fünfhaus: „Wenn das einer auf den Schädel bekommt, ist er hinüber.“ Also ließ Herz von den Näherinnen kleine Fallschirme anfertigen, die jedoch bei weiteren Tests vor allem eines zeigten: Die Dinger trudelten wie besoffen durch Rudolfsheim. Kein gezielter Abwurf möglich.

Ein Fabriksarbeiter war es, der Herz auf das perfekte Flugverhalten brachte: Die Fallschirme brauchen Löcher an der Oberseite, um die Luftzug zu kanalisieren. Gesagt getan: Die Schirme segelten elegant und punktgenau hienieder. Blöd nur: Es gab da ein Problem mit dem Flugzeug. Das war nämlich ein putziger Zweisitzer, rund um den einzigen Passagiersitz war bloß Platz für einige, wenige Oberteile.

Also ließ der Hemdenaviatiker den Flieger exakt ausmessen und ließ in der Fabrik ein maßstabgetreues Modellaus Sperrholz bauen, damit die Ware so platzsparend wie möglich untergebracht werden konnte. Um noch mehr Raum zu gewinnen, wurde schließlich der kleinste Gloriette-Arbeiter ausgewählt („Wir riefen alle zusammen und sagten: Freiwillige vor! Aber wenn ich ehrlich bin, war das gar kein Freiwilliger.“)

Dann kam der Tag des Ländermatchs im Prater. Das Gloriette-Flugzeug schwebte über dem Stadion ein – und plötzlich segelten Dutzende Hemden ins Oval. „Ein fantastisches Tamtam. Die Menschen stürmten sogar aufs Spielfeld, um die Packerl einzusammeln.“ Tags darauf beherrschte Helmut Herz die Schlagzeilen. „Es regnete Hemden vom Himmel“ titelte ein Blatt. Nur die kommunistische Volksstimme war weniger erbaut: „Hemdenfabrik stört Länderspiel„, lautete der linientreue Kommentar.

Heute wäre so eine Aktion schlicht unmöglich. Sicherheitsbedenken (das Totschlagargument unser Tage), die Uefa (bei der schon ein gelupftes Leiberl die Juristen in Marsch setzt), die Bedenkenträger, die ihren Neid mit Werte-Soße überdecken.

Wie auch immer – für Helmut Herz war die Sache noch lange nicht erledigt. 1956 lieferte der Reklame-Chef sein Meisterstück ab: Er erfand den Vatertag. Den hatte es zuvor in Österreich nicht gegeben. Wie das alles geschah, was es mit dem Vatertags-Komitee auf sich hatte und welch ominöse Rolle der Gründer der SOS-Kinderdörfer bei diesem Plan spielte, ist in diesem Porträt der Österreich-Ausgabe der ZEIT zu lesen. 

Heute sorgt Helmut Herz jährlich für über 100 Millionen Euro Umsatz. Er selbst jedoch ging als Mindestpensionist in die Rente – was ihn genau gar nicht bekümmert: „Dass dieser Tag auch heute noch so gut funktioniert: Das ist meine größte Freude.“

Schiffsmeldungen

Die Hobbytaucher staunten nicht schlecht, als sie während eines Tauchgangs vor der Insel Mljet, nahe der kroatischen Küste, ein rätselhaftes Holzgerippe aus dem Schlick ragen sahen. Vor einigen Jahren war das – seitdem gilt dieses Wrack als einer der großen Sensationen der Unterwasserarchäologie im Mittelmeer.

Über 400 Jahre alt waren die Überreste des venezianischen Handelsschiffes, das in die Untiefen vor der Insel geraten und auf ein Riff aufgelaufen war. Rasch sank der Küstenfahrer, der auf dem Weg von einem Hafen im Osmanischen Reich Richtung Venedig war.

In seinem Bauch trug der Segler einen Schatz, der seitdem ein Team aus kroatischen und italienischen Unterwasserarchäologen in seinen Bann gezogen hat: Hunderte aufwändig gefertigte und verzierte Teller, sogenanntes Frittenporzellan, aus dem damaligen Zentrum der osmanischen Porzellanfertigung, dem westanatolischen Iznik.

Es war jedoch nicht nur die Ware an sich, die diesen Fund so besonders macht. Es war auch die einzigartige Möglichkeit anhand der gefundenen Artefakte die Handelsbeziehungen zwischen der europäischen Großmacht Venedig und dem Osmanischen Reich, einer immer wieder gen Westen drängenden Supermacht, zu rekonstruieren.

In einer Reportage für das aktuelle Terra-Mater-Magazin habe ich die archäologische Fact-Finding-Mission der Unterwasser-Forscher begleitet. Elf Seiten, die nicht zuletzt dank der außergewöhnlichen Fotografien von Arne Hodalic,  auch ziemlich sehenswert sind, wie ich meine. Und wer ganz genau wissen will, was nun eigentlich Frittenporzellan ist, wird ebenfalls ausführlich bedient.

Die Kunst des Kickbikens

Jurek Milewski hat Glück gehabt. 1989, kurz vor dem Fall der Mauer, ist der gebürtige Pole nach Österreich gekommen. Das war gleich in vielerlei Hinsicht ein kleines Wunder.

Zum einen, weil er sich für diese Reise in einen Polski Fiat Maluch, eine Art Schrumpf-Kommunist mit Heckmotor, zwängen musste, zum anderen, weil der ausgebildete Schauspieler und Regisseur zuvor dutzende Bewerbungsschreiben auf einer alten DDR-Schreibmaschine verfasst hatte, um  im Westen ein Engagement zu finden.

In Salzburg zeigte man Interesse – bloß wurde kein Schauspieler sondern ein Sänger für den Chor des Landestheaters gesucht. Milewski: „Als sie mich dort nach meiner Tonlage fragten, habe ich nur gesagt: Um hier bleiben zu können, singe ich in jeder Tonlage, die Sie sich wünschen.“ Man einigte sich schließlich darauf, dass der Bewerber einen ziemlich passablen Tenor habe. Milewski bekam die Stelle – und lebt seitdem mit seiner ebenfalls polnischen Frau Beata in der Mozartstadt.

Mittlerweile hat er auch wieder zu seinem eigentlichen Brotberuf, der Schauspielerei und  Theaterregie, zurück gefunden und bespielt die großen und kleineren Bühnen der Stadt – was jetzt nicht mehr als eine interessante biographische Notiz eines Emigranten wäre, hätte Jurek Milewski nicht ein eigentümliches Faible für eine Sportart entwickelt, die es in Österreich eigentlich nicht gibt: Kickbiken. Das ist Rollerfahren als richtiger, ernsthafter Sport.

Für Milewski ist das Tretrollern aber nicht nur ein Hobby: Der Mann ist zweifacher österreichischer Staatsmeister, hat Österreich in einem Rutsch durchquert, Paris-Roubaix nieder gerungen und tritt demnächst beim nächsten Ultra-Marathon an, Zypern von West nach Ost steht am Programm.

Für die Österreich-Ausgabe der ZEIT habe ich den Salzburger und seine außergewöhnliche Doppelbegabung porträtiert. Wer sich schon jetzt über den kommenden Trendsport in der Alpenrepublik informieren will, bekommt hier einen Einblick zu Mensch und Material – und natürlich, wie man sich den richtigen Kick gibt.

Die wilde Bande

Martialischer Name, eindeutige Schnurrbärte, grimmiger Gipfelstürmer-Blick: Ende des 19. Jahrhunderts gründete sich in Innsbruck die Bergsteigergesellschaft „Wilde Bande“. Die war – wir befinden uns in der Frühzeit des Alpinismus – nicht nur eine der ersten ihrer Art, sondern bezwang die Gipfel, wo immer sie auch standen.

Zahllose Erstbesteigungen und neu entdeckte Routen rings um Innsbruck gehen auf das Konto der fidelen Truppe, die,  um 1938, plötzlich, aus den Annalen verschwand. Für die „Bergwelten“ habe ich die Geschichte der einst so „Wilden Bande“ aufgezeichnet.

Mut, Leidenschaft und eine legendäre Sturköpfigkeit waren quasi die Steigeisen dieser frühen Alpinisten – die neben allerlei Gipfelsiegen, reichlich Rotwein-Konsum und einem Hang zur ausdauernden Geselligkeit sogar Zeit fanden, den  Vorläufer der modernen Trekking-Hose zu erfinden. Möglicherweise, zumindest.

Spannend war es allemal, in einen mir bislang unbekannten Winkel der österreichischen Geschichte zu blicken. Das Ergebnis kann in jeder Qualitäts-Trafik erworben werden.

Kreisel Electric oder: Wie weit reicht eine Stunde?

Eine Kilowattstunde (kWh), um genau zu sein. Das ist die Frage, die von den Brüdern Kreisel einigermaßen erfolgreich beantwortet wurde: Weiter zumindest, als die Kilowattstunden der Konkurrenz.

Seit zwei Jahren tüfteln die drei Chefs von Kreisel Electric an innovativen Akku-Systemen für Elektroautos. Der Output kann sich zumindest sehen lassen: Doppelte Reichweite im Vergleich zu vergleichbaren Modellen etablierter Explosionsmotoren-Hersteller, schnellere Ladezeiten als das Tesla Model S und X, die Highriser der Elektro-Branche. Das alles ersonnen und entwickelt in einer Gegend, in der Wörter wie „Kreativ-Szene“ oder „Inkubator“ bestenfalls als Namen für Disco-Pubs herhalten könnten: Freistadt, Mühlviertel, Oberösterreich.

Dort bin ich für eine Reportage in der ZEIT Österreich dann auch angelandet – und traf auf einen Markus Kreisel, der ganz klar davon überzeugt ist, die Zukunft der Mobilität ins Werk zu setzen. Hier meine Eindrücke, die von Christopher Mavric illustriert wurden. Man beachte die Mercedes G-Klasse, die, samt neuem Innenleben, schon bald ein unüberhörbares Medienecho auslösen wird.

Das Universum in 13,8 Minuten

Rudolf Wakolbinger kenne ich von Kindesbeinen an. Dass wir uns tatsächlich kennen gelernt haben, hat dann doch fast dreißig Jahre gedauert. Damals war „der Rudi“ ein zarter, etwas schüchterner Bub, der bei uns in Braunau vor der Haustür gestanden hat, um meinen Bruder abzuholen. Für mich, zehn Jahre älter, sehr cool, sehr pubertär, war der Hänfling bloß einer von vielen Kindern, die da hereingeweht kamen. Rudi habe ich dennoch nie vergessen, wirkten seine stets fragenden Augen  doch eindeutig größer als der Rest vom Wakolbinger.

Ein paar Jahrzehnte verloren wir einander, abgesehen von einigen zufälligen Treffen in der Braunauer Ein-Lokal-Szene, aus dem Blick – bis mich mein Bruder auf seine kompositorischen Umtriebe aufmerksam machte. Es ginge um nichts weniger als die Vertonung des Universums. 13,8 Milliarden Jahre. Verpackt in einer einzigen Komposition. 1036 Stimmen, größte Partitur der Welt, 1,6 Millionen Notenzeichen. Also stand ich dann eines Tages bei Rudolf Wakolbinger vor der Tür. Mit fragendem Blick. Bis ich überhaupt verstand, was da in seiner Komponier-Klause entstand,  dauerte es dann doch eine gewisse Zeit.

Irgendwann, die Idee von der Klang-Installation namens „Expansion of the Universe“ war damals bloß eine Idee, wurde mir klar, dass aus diesem Gewese um Urknall und Galaxien eine Geschichte erwächst. Die habe ich nun für die Österreich-Ausgabe der ZEIT niedergeschrieben. Man könnte es als Porträt mit mikrotonalen Einschüben bezeichnen.

Diese Frau kämpft sich durch

Der Auftrag war einigermaßen einfach. Doch es liegt gewissermaßen in der Natur des Einfachen, das Schwierige zu tarnen. Also wurde es kompliziert. Langwierig. Und kalt. Die Vorgabe aus der Redaktion der Österreich-Ausgabe der ZEIT lautete sinngemäß: Mach bitte ein Porträt einer möglichst durchschnittlichen österreichischen Pensionistin. Keine Tränendrüsendrücker-Geschichte von den Schattseiten menschlicher Existenz. Keine Golden Ager mit Kiesertraining-Abo, silbergrauem SUV und Fernreisementalität.

Drei triste, düstere, schnürlregenverseuchte Tage lief ich auf den Wiener Straßen herum, um den Durchschnitt zu finden. Wie viele ältere Damen ich angesprochen habe, weiß ich nicht mehr. Wie viele sich davor geängstigt haben, dem personifizierten Neffen-Trick zu begegnen, kann ich nur ahnen. Ich entschuldige mich dafür. Meine Motive waren lauter. Es waren keine schönen Tage – und das obwohl es ein Privatissimum im gelebter Neugier war.

Seine Umwelt aufmerksam zu beobachten, die Menschen, ihre Bewegungen genau zu studieren, sich in ihre Mienen zu vertiefen, war lehrreich – und nicht gerade erquickend. Die Stadt zeigt, abzüglich jener, die im Büro, in ihrer Arbeit sitzen, sich tätig abarbeiten, um ihr Leben zu bestreiten, ein anderes, nachgerade verhärmtes Antlitz.

Verzagtheit,  Armut, vor allem viel stille Wut bevölkert in diesen Stunden die Straßen. Der aktuelle Einkommensbericht des Rechnungshofs, der nüchtern festhält, dass ausgerechnet Ärmere im Vergleich zu Besserverdienern ungleich größere Reallohnverluste hinnehmen mussten – hier bekommen diese Zahlen ein Gesicht.

Frau Steiner hat mich schließlich von der Meidlinger Hauptstraße geholt. 72 Jahre alt, Akademikerin, Mutter von zwei Kindern. Sie bekommt monatlich 806 Euro Pension. Das ist nicht durchschnittlich. Das ist prekär. Frau Steiner lässt sich dennoch nicht unterkriegen – und ich habe gelernt, dass viel Geld nicht unbedingt viel glücklicher macht. Hier habe ich ihre Geschichte erzählt.

Adresse: Iveco Daily 4×4

Man könnte ihn als Stadtnomaden bezeichnen. Als Hardcore-Camper. Oder als die personifizierte Zukunft des Wohnens: Mario Zamar. Seit einigen Jahren schon lebt der Wiener in seinem Wohnmobil, einem Iveco Turbo Daily 4×4. Was auch erstaunliche Vorteile hat: So ist sein Arbeitsweg, wenn er am Vorabend geschickt geparkt hat, gerade einmal eine Gehsteigbreite lang. Wenn er seiner Umgebung überdrüssig ist, kann er jederzeit umziehen. Wenn er Lust auf Natur hat, fährt er samt Haus raus ins Grüne. Und Miete erspart er sich natürlich auch.

Volle Mobilität und Flexibilität – Mario Zamar lebt jetzt schon so, wie sich Zukunftsforscher das Wohnen von Morgen vorstellen.

Freundlicherweise hat sich der Iveco-Eremit für ein großes Porträt zur Verfügung gestellt. Für mich eine der schönsten,  auch lehrreichsten Erfahrungen dieses an sich schon lehrreichen Jahres. Die Fotografie stammt von Christopher Mavric, der Himmel wider Erwarten nicht von El Greco, sondern aus dem schönen Niederösterreich. Nachzuerleben in der Autorevue. Ein guter Anlass also, sich ein wirklich gutes Automagazin zu gönnen.

Eine Tugend namens: Geduld

Mein Essay über das Wesen der Geduld,  erschienen in der „Comeback-Nummer“ des Monatsmagazins DATUM, ist nun auch online zu lesen.

Sich zu gedulden gilt, allenthalben, als miefiger Seinszustand der Unentschlossenen,  Zögerlichen und Bedenkenträger. Vor allem aber ist sie eine: Tugend. Ein Wort, das prompt unsexy Assoziationen auszulösen vermag. Religion. Moral. Selbstdisziplin. Es müffelt.

Warum diese ominöse Geduld dennoch wichtig ist, habe ich versucht, in einem Essay herauszuarbeiten. Die Kurzversion für alle Eiligen lautet: Geduld macht uns klüger, gelassener, gesünder, erfolgreicher und ein klein wenig besser. Vor allem im Umgang mit den hyperventilierenden Nachrichtenlagen um uns herum. Klingt nach Esoterik. Ist aber so.

Wer das im Detail nachlesen will, und erfahren möchte, was das alles mit einem hinkenden Boten zu tun hat, wird hier ausführlich bedient. Ich sage mal: Es lohnt sich – und erfordert nur etwas Geduld.

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