Bis das Eis bricht

Stefanie Pesendorfer, Eisläuferin, Porträt, DIE ZEIT

Stefanie Pesendorfer ist eine der erfolgreichsten Eiskunstläuferinnen Österreichs. Und eine mutige Frau „Ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. Und dass es vielen jungen Frauen im Spitzensport genauso geht“, sagt sie.

In meinem Porträt in der Österreich-Ausgabe der ZEIT spricht die 22-Jährige über die dunklen Seiten eines schillernden Sports: über Essstörungen, Panikattacken, Verletzungen – körperliche wie seelische.

Als ich bei ihr zuhause in Marchtrenk saß und ihrer Geschichte zuhörte, wurde mir zum ersten Mal klar, was es bedeutet, seit frühester Kindheit konsequent auf ein einziges Ziel hin zu leben: die Beste zu werden. Welche Anforderungen das an Körper, Alltag und Umfeld stellt. Wie es ist, für eine Sportkarriere, für den großen Traum, das wichtigste zu opfern: das eigene Leben.

Dabei klingt alles am Anfang immer so nach: Eisprinzessin.

Ein paar Quadratmillimeter. So klein ist die Auflagefläche einer Schlittschuhkufe. Rasierklingenscharf geschliffene, hauchdünne Kanten aus gehärtetem Edelstahl. Die Beherrschung eines winzigen Punkts, ihn vor einem Dreifachsprung exakt zu treffen, darauf Pirouetten zu drehen, gegen die Fliehkräfte zu verteidigen, entscheidet über einen Spitzenplatz im Eiskunstlauf. Für Stefanie Pesendorfer war dieser Punkt eine ganze Welt. Achtzehn Jahre lang.

Die großartigen Fotografien sind von Helena Kalleitner für DIE ZEIT.

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